Aktuelle Lage bei Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland

Abtreibung war lange ein Kernthema feministischer Kämpfe, doch in den letzten Jahren lenkten Feminist*innen ihren Blick in andere Richtungen. Dies nutzten antifeministische Bündnisse bestehend aus religiös-fundamentalistischen, nationalkonservativen bis faschistischen Gruppierungen, um das Thema zu besetzen. Mit dem Resultat, dass reaktionäre und frauenfeindliche Argumentationsmuster nun, da mit der Debatte um die Erneuerung des § 219a und dem Prozess gegen Kristina Hänel das Thema wieder breiter diskutiert wird, die mediale und politische Debatte dominieren.  Der neue § 219a stellt eine deutliche Verschlechterung für Ärzt*innen und Schwangere dar: Der Zugang zu medizinischen Informationen über Abbrüche wurde weiter erschwert. Noch immer sind Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland eine Straftat und nur unter bestimmten Bedingungen straffrei. Darüber hinaus kann es schwierig sein, eine Ärzt*in zu finden, die einen Abbruch vornimmt. Anfallende Kosten müssen in der Regel selber getragen werden. Für Geflüchtete und Menschen mit einem unsicheren Aufenthaltsstatus kann die Behandlung ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Wer profitiert von der misogynen Debatte rund um Schwangerschaftsabbrüche? Wie können Schwangere bei einer Abtreibung unterstützt werden? Und was sind emanzipatorische und feministische Handlungsfelder und Visionen? Das sind Fragen unseres Vortrags, die wir auch mit euch diskutieren wollen.


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