Anmeldung: queergehoert@gmail.com

In diesem Workshop nutzen wir Contact Improvisation als Untersuchungsgegenstand, um Fragen rund um Körper und um Verkörperungen sozialer, politischer Normen auf zu werfen.
Contact Improvisation (CI), in den frühen 70-iger Jahren in New York von einer Gruppe jungen Tänzer_innen entwickelt, gilt als eine Tanzform die sowohl choreografisch, performativ und experimentell, als auch als soziale Tanzform ausgeübt wird. Zu zweit, oder auch in mehr-Körper-Konstellationen, werden Bewegungs- und Ausdrucksmöglichkeiten erforscht.
In dem Workshops gehen wir gemeinsam auf die Suche nach dem queeren Potential der Bewegung: Inwieweit kann CI ohne festgeschriebene Geschlechterrollen getanzt werden? Welche verkörperten Geschlechternormen und Erwartungen beeinflussen (unbewusst) den Tanz?

Der Vortrag wird sich auf meine Erfahrung als Tänzerin berufen und nach verkörperten, normierten und normierenden gesellschaftlichen Verhältnissen in der Bewegung, sowie in Tanz-/Bewegungsräumen suchen. Ebenso interessiert mich das queeren, politische Ermächtigungspotential von Tanz im Allgemeinen, und vom CI (Contact Improvisation) im spezifischen. Chris Tedjasukmana schreibt in dem Essay „Feel Bad Movement- Affekt, Aktivismus und queere Gegenöffentlichkeiten“ (2017), dass queere Politik in besondere Weise an intime, biografische Fragen von Körper, Identität, Geschlecht und Sexualität gebunden ist. Bietet uns Tanz/ Contact Improvisation als Form einen Untersuchungsgegenstand an, an dem wir soziale, verkörperte Normen reflektieren, hinterfragen und neu erfinden können?

Diana Thielen (*1982) ist Tänzerin/Performerin/Bloggerin (movementactivism.com). Sie erhielt ihre Ausbildung zeitgenössischen Tanztechniken am SEAD/Salzburg und ist Studentin der Gender Studies/ Erziehungswissenschaften an der HU Berlin. Dianas diverse Arbeiten beinhalten interdisziplinäre Perspektiven, die sich sowohl auf ihr Interesse an Queer-Theory, intersektionalem Feminismus und Postkoloniale Studien beziehen, als auch private Lebensrealitäten als lesbisch lebende Frau* mitdenken und untersuchbar machen. Sie war u.a. beim Tanz- und Performancefestival FRESH! (2018/San Francisco/USA), beim Internat. feministischen Kunstfestival Chouftouhonna (2017/Tunis/Tunesien) und der Internat. Bühnenwerkstatt (2016, Graz, Österreich) eingeladen. Dianas Unterrichtstätigkeiten bewegen sich in diversen Feldern: So hält sie u.a. einen Workshop (Contact Improvisation as a tool to self-empowerment) für queere Menschen in Marokko und bietet beim Forum Praxis des Theatertreffens der Jugend in Berlin gemeinsam mit der Theatermacherin Alisa Tretau eine Fortbildung in queer-feministische Perspektiven auf performative (Selbst-) Inszenierungen an.

Kategorien: Workshop

Verwandte Beiträge

Event

She’s the man* | Workshop

Bitte meldet euch für den Workshop unter queergehoert@gmail.com bis zum 15. Januar an, da es nur begrenzte Plätze gibt. Der Workshop ist Kostenlos. She’s the man* kommt nach Frankfurt auf Einladung von Queergehört – die Weiterlesen …

Workshop

23. Mai | Nui* | Solidarität mit jüdischen Menschen in unserer täglichen (politischen) Arbeit und unserem Leben?

16-18 Uhr, Anmeldung unter: nui@ungehorsam.ch Wie kann ich solidarischer sein mit jüdischen Menschen? Was heisst Solidarität heute? Was mache ich mit meinen eigenen Gefühlen und Geschichten aus jüdischer und nicht-jüdischer Perspektive, gerade in Deutschland? Ich Weiterlesen …

Workshop

23. April | Gabriel Kohnke | Status: nicht vorhergesehen. Vom Trans*sein jenseits der Geschlechternormen

Das Rechtssystem, die Medizin und der Staat als solches haben eine Idee davon, wie Trans*Personen leben, lieben und transitionieren sollen: im sogenannten „Gegengeschlecht“ verortet und das Stereotyp dessen anstrebend, im sogenannten „Zielgeschlecht“ hetero etc etc Weiterlesen …